Über uns

CHIN CHIN
Die CHIN CHIN ist ein Party-Happy-ning, das Menschen zusammenbringt und Unterschiede feiert. Es verbindet Freiheit mit Awareness und der Begeisterung für alle Künste.
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Die CHIN CHIN versteht sich als inklusiver queerer Begegnungsraum. Heterosexuelle wie auch queere Gäste und Künstler*innen sind Teil unserer Gemeinschaft. Die Partys werden von einem Kollektiv in wechselnder Besetzung veranstaltet. Unsere Mitglieder arbeiten in sozialen und künstlerischen Berufen und vereinen unterschiedliche Backgrounds.
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Die CHIN CHIN verbindet queere Clubkultur mit darstellender Kunst, Drag Art, visueller Kunst und Musik, um einen Raum der Liebe und Vielfalt zu schaffen, Geschlechtergrenzen zu durchbrechen und neue Formen der Party und Performancekultur zu ermöglichen.
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Die Quintessenz der Party lässt sich in dem Slogan #kinkyqueerArtclub zusammenfassen.
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Kinky
Die CHIN CHIN versteht sich als sexpositive Party, bei der du deinen Kink ausleben darfst. Dies schließt eine gewisse Freizügigkeit ein, wie man es auch von Fetisch bzw. Kinky Partys kennt. Außerdem ist ein sexueller Austausch in den dafür ausgeschilderten Playgrounds möglich. Grundlage ist eine Atmosphäre der Rücksicht und des gegenseitigen Vertrauens. Gäste und Künstler*innen erschaffen diese Atmosphäre gemeinsam. In dieser geteilten Verantwortung liegt ein großer Teil der Schönheit, die unsere Partys ausmacht.
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Unseren Dresscode könnt ihr unter dem Punkt chinchinparty.de/dresscode entnehmen.
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Inclusive
Begriff inklusiv bezeichnet für uns weit mehr als das bloße „Dabeisein-Dürfen“. Inklusiv meint eine Haltung, die Schutz und Angebot gleichzeitig denkt: Wir schaffen Räume, in denen Menschen nicht nur anwesend sein können, sondern sich sicher, gesehen und respektiert fühlen. Dabei verstehen wir Inklusion als aktiven Prozess, der darauf abzielt, Barrieren abzubauen – seien sie körperlich, sozial oder gedanklich.
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Inklusiv bedeutet für uns einen diskriminierungsfreien Raum zu gestalten, in dem queer gelesene sowie nicht-queere Personen, verschiedenste Lebensweisen, Körper, Identitäten und Altersgruppen miteinander bestehen können. „All bodies welcome“ ist dabei kein hübscher Slogan, sondern Ausdruck eines respektvollen Umgangs, der Schönheitsnormen, Altersrassismus und andere ausgrenzende Mechanismen bewusst zurückweist. Statt Normen und Schubladen rückt für uns die Vielfalt real gelebter Realitäten ins Zentrum – diversitätsfeiernd, respektvoll und ohne Anspruch auf „richtig“ oder „falsch“.
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Inklusiv heißt außerdem, Einblick in andere Lebensrealitäten zu ermöglichen und Entwicklung offen zu begegnen. Wir glauben an Veränderbarkeit – an Identitäten, an Körper, an Biografien – und wollen Räume öffnen, in denen diese Entwicklungen ihren Platz haben dürfen. Das gilt sowohl für persönliche Prozesse wie den Abbau von Scham, als auch für kollektive Lernwege im Umgang miteinander.
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Essentiell für dieses Verständnis von Inklusion sind consent first und safer space: Zustimmung vor Handlung und ein geschützter Rahmen vor Freiheit. Barrierefreiheit und Barrierebewusstsein gehören für uns genauso dazu wie das ernsthafte Bemühen, niemanden aufgrund körperlicher, sensorischer, sozialer oder sprachlicher Barrieren auszuschließen.
Wenn wir von Inklusivität sprechen, dann meinen wir ein Miteinander, das Menschen nicht toleriert, sondern willkommen heißt – queer, diversitätsfeiernd, barrierebewusst und offen für Entwicklung. Ein Raum, in dem Respekt statt Norm gilt, und in dem wir gemeinsam daran arbeiten, Scham abzubauen und Solidarität zu leben.
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Art
Kunst ist seit jeher Bindeglied zwischen unterschiedlichen Sichtweisen, Provokateurin, Augenöffnerin, Berührerin und nicht zuletzt eine grandiose Unterhalterin.
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Tanz, DJ’s, Performance, Drag, Videokunst, Make-up Art, Artistik, Bildende Kunst, Bühnenbild, Gesang, Comedy, Lesung … – die verschiedensten künstlerischen
Gattungen sind bei uns so vielfältig vertreten, wie unsere Performer*innen und Gäste es sind! Denn: Kunst ist Begegnung. Kunst weckt Emotionen. Kunst lässt uns Neues entdecken.
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Jede Veranstaltung hat ein eigenes Motto: Wechselnde Themenwelten von Popkultur bis Konsumkritik, von schrägem Spaß bis ernster Auseinandersetzung. Die Ambivalenz unserer vielen Themen versuchen wir in die Gestaltung des Programms einfließen zu lassen: Staunen, Lachen, Erregung und Selbstreflexion gehen bei CHIN CHIN zusammen.
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Club
Wir verstehen Club als utopischen Raum der Vielen, der es erlaubt, Gesellschaft neu zu denken.
Als Labor für zwischenmenschliche Entwicklung, in dem Normen gebrochen und das individuelle Potential eines jeden Menschen auszuschöpft werden kann.
Auf der CHIN CHIN findet ihr immer mindestens einen Pop- und einen Techno Floor. Je nach Club nutzen wir alle uns zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten um uns kreativ auszutoben.
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Finanzierung
Die CHIN CHIN wird privat finanziert und das Risiko von schwankenden Besucher*innenzahlen tragen die Veranstalter*innen, welche das Projekt nebenberuflich organisieren. Als Einnahmen dienen alleine die Eintrittsgelder, da wir nicht gesponsert oder gefördert werden. Auch nutzen wir keine Skaleneffekte um bspw. eine Motto in mehreren Städten aufzuführen. Bei jeder Party starten wir bei Null, was zwar irre aufwändig und teuer ist, aber für uns den künstlerischen Reiz ausmacht. Entgegen gängiger Praxis, bei der z.B. Aufbauhelfer*innen oder das Awarenessteam nicht bezahlt werden, zahlen wir einen Stundenlohn über Mindestlohn. Dazu Mieten für die Clubs, Gema, Getränke für die Mitarbeitenden, Catering, Veranstaltungsversicherung, Security, Ton-, Lichttechniker, Visual- und Animationsartists, Anwälte, Steuerberater*innen, Deko, Werbung, DJs, Reisekosten, Artist Care, Perfomer*innen uvm.
Eine Party in Köln kostet somit gut fünfstellig und in Bonn knapp fünfstellig, bis wir als Veranstalter*innen in die schwarzen Zahlen kommen. Dazu kommt, dass kinky Partys ein Vorverkaufsgeschäft sind, da keiner im Outfit vor der Tür abgewiesen werden möchte. Wir realisieren also zu 95% nur den Vorverkaufspreis.
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Wenn wir nicht ausverkauft sind bedeutet dies, dass wir teilweise gratis arbeiten oder sogar minus machen. Eigentlich müssten wir, um die gut 100 Arbeitsstunden pro Veranstalter*in und Party finanziell auszugleichen, einen Eintrittspreis von über 30€ ansetzen. Uns ist aber bewusst, dass wir dann nicht mehr mit dem Publikum und den Besucherzahlen rechnen können. Auch sind uns vergünstigte Tickets für Studis und Azubis wichtig, da sie bei unserer gelebten Utopie nicht fehlen dürfen (ca. 1/4 der Tickets werden somit 5€ günstiger verkauft).
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Als Möglichkeit uns zu unterstützen, haben wir 2024 das Gute Karma Ticket eingeführt.
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Geschichte
Gegründet 2018 in Bonn, finden die Partys in wechselnden Clubs und Städten statt.
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2019 organisierte die CHIN CHIN die Eröffnungsparty für BURNING ISSUES beim Berliner Theatertreffen.
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Im Jahr 2022 gestaltete CHIN CHIN die 30. Jubiläum der Bundeskunsthalle, die Eröffnungsparty des Britney X Festivals des Schauspiel Köln und war Teil des Programms vom Beethovenfest. Außerdem kam der Club Bahnhof Ehrenfeld in Köln als regelmäßige CHIN CHIN Venue hinzu.
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2023 war CHIN CHIN zu Gast auf der lit.cologne und gastierte u.a. im Odonien Köln.